Bereits 400 Tote bei Cholera-Epidemie in Papua-Neuguinea

 

Mission EineWelt besorgt über Situation in Partnerland

 

 

Mission EineWelt ist besorgt über die seit 14 Tagen grassierende Cholera-Epidemie in Papua-Neuguinea. Den neuguineischen Gesundheitsbehörden zufolge sind in der Provinz Morobe bereits mehr als 400 Opfer zu beklagen. Betroffen ist auch die Küstenstadt Lae, in der sich der Verwaltungssitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche (ELC-PNG) befindet. Mission EineWelt pflegt im Auftrag der bayerischen Landeskirche intensive und langjährige Beziehungen zur ELC-PNG.

 

Gesundheitsminister Sasa Zibe rief den Notstand für die Provinz aus. Die Regierung von Papua-Neuguinea stellte einen Nothilfefonds für Medikamente zur Verfügung. Inzwischen sind Ärzte und Krankenschwestern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor Ort, um die Bevölkerung über die Epidemie aufzuklären und präventive Schutzmaßnahmen vorzustellen.

 

Grund für den Ausbruch einer der schwersten Cholera-Epidemien der letzten Jahrzehnte an der Nordküste der Insel Neuguinea ist wahrscheinlich verunreinigtes Trinkwasser und verdorbener Fisch. Zur Cholera kommen saisonal bedingte Grippefälle sowie gehäuft weitere Durchfall- und Erkältungskrankheiten hinzu. Gefährdet sind besonders Kinder und ältere Menschen.

 

Die Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die über verunreinigtes Trinkwasser und mit Cholera-Bakterien infizierte Nahrung ausgelöst wird. Sie äußert sich durch extremen Brechdurchfall, der in kürzester Zeit zur Austrocknung des Körpers führen kann. Das Abkochen des Trinkwassers sowie die Einhaltung strenger Hygienestandards können das Ausbreiten der Krankheit verhindern. In Deutschland ist die Cholera eine meldepflichtige Krankheit. Weltweit sterben nach Angaben der WHO jährlich mindestens 5.000 Menschen an den Folgen der Cholera.

 

 

Annekathrin Jentsch, Pressereferentin

 

eingestellt am 11. September 2009


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